energiestiftung.ch energiestiftung.ch Atom → Nein zu neuen AKW

👉 Referendum ist lanciert – jetzt Unterschriften sammeln!

«Das Atom-Gesetz ist ein Rückschritt für die Energiewende. Wir setzen auf Innovation, Effizienz und Zusammenarbeit – nicht auf Abschottung und gefährlichen, teuren Atomstrom. Wir können es uns klimapolitisch nicht leisten, auf neue AKW zu warten. Sie wären viel zu spät am Netz und würden bis dahin zu viele Mittel binden, die dann bei den Erneuerbaren fehlen.» – Nadine Masshardt, Stiftungsratspräsidentin SES

Neue Atomkraftwerke…

  • halten die Schweiz abhängig von Uranimporten. Nur einheimische Energie aus Sonne, Wind und Wasser garantiert Selbstbestimmung im Kriegs- und Krisenfall. Die Schweiz bleibt nur als Teil des europäischen Stromnetzes sicher und flexibel.
  • lassen die Strompreise explodieren. Ein neues AKW kostet mindestens 25 Milliarden Franken. Diese Kosten tragen wir mit höheren Steuern und Stromrechnungen.
  • bremsen den Ausbau der bewährten Erneuerbaren. Jeder Franken, der in neue Atomkraftwerke fliesst, fehlt beim Ausbau der günstigen und sauberen erneuerbaren Energien. Ein Bau bräuchte mindestens 25 Jahre bis der Strom ans Netz ginge – viel zu spät, um einen Beitrag zur Erreichung der Klima-Ziele zu leisten.
  • sind eine Gefahr und machen die Schweiz im Kriegsfall erpressbar. Ein Atomunfall hätte katastrophale Folgen für unser dicht besiedeltes Land.
  • führen zu noch mehr Atommüll. Dieser strahlt eine Million Jahre. Dafür gibt es keine sichere Lösung. Zukünftige Generationen tragen die Konsequenzen.
  • gefährden die Versorgungssicherheit, statt sie zu stärken.

Mehr dazu unter www.neue-akw-nein.ch

  • Argumente: Warum AKW schädlich sind.
  • Faktencheck: Wir räumen mit hartnäckigen Mythen auf und entlarven populäre Irrtümer.

Dossier im Überblick

Was steht zur Debatte?

Die Atom-Initiative («Blackout Stoppen») fordert, dass es für die Stromversorgung im Winter keine Technologie- und Bewilligungsverbote geben darf. Konkret will die Initiative so die Tür für neue AKW öffnen. Der Bundesrat kam der Initiative weit entgegen, in dem er in seinem Atom-Gesetz das geltende AKW-Neubauverbot streichen möchte. Atom-Initiative und Atom-Gesetz wollen damit ganz grundsätzlich eine Rückkehr zur Atomkraft ermöglichen.

Aber es geht den Initiant:innen nicht nur um angebliche «Technologieoffenheit» und neue AKW. Die Intiaint:innen («Energieclub Schweiz», ECS) kämpfen bei jeder Gelegenheit gegen Solarenergie, Windkraftwerke und die Energiewende. Es geht darum, den grundsätzlichen Entscheid der Stimmbevölkerung zur Energiewende und zum Atomausstieg rückgängig zu machen. Wirksamer Klimaschutz wird damit blockiert.

Nach dem Super-GAU in Fukushima steigt die Schweiz aus der Atomenergie aus

11. März 2011 – Vor Japans Küste ereignet sich ein heftiges Erdbeben, in dessen Folge ein Tsunami die Ostküste traf. Dieser löst eine Unfallserie im AKW Fukushima Daiichi mit Kernschmelzen in drei Reaktorblöcken aus. Radioaktives Material wird in erheblichem Mass in die Umwelt, in die Atmosphäre und ins Meer freigesetzt. Die Bevölkerung in einem grossen Umkreis ums AKW muss dauerhaft evakuiert werden.

25. Mai 2011 – Nach der Atom-Katastrophe im japanischen Fukushima entscheidet der Bundesrat unter Doris Leuthard (CVP / Die Mitte), dass Atomkraftwerke im dicht besiedelten Mittelland zu riskant sind und leitet die Arbeiten zur Energiestrategie 2050 ein.

21. Mai 2017 – Annahme der Energiestrategie 2050 mit 58,2% Ja-Stimmen. Das sogenannte erste Massnahmenpaket beruht auf den 3 Pfeilern: geförderter Ausbau erneuerbarer Energien, Erhöhung der Energieeffizienz und ein Neubauverbot für AKW

9. Juni 2024 – Annahme des Stromgesetzes mit 68,7% Ja-Stimmen. Der wichtige Meilenstein zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 setzt spezifische Ausbauziele für die erneuerbaren Energien, beinhaltet Massnahmen zur Förderung der Winterstromproduktion aus erneuerbaren Energien und setzt ab 2025/26 die Weichen für eine sichere und nachhaltige Stromversorgung in der Schweiz.

Nach Russlands Angriff auf die Ukraine versucht die Atomlobby das AKW-Revival

8. September 2022 – Lancierung der Atom-Initiative durch den atomfreundlichen Energieclub Schweiz. Im Initiativkomitee sitzen neben einer Reihe von altbekannten AKW-Befürworter:innen eine Reihe von kantonalen SVP- und FDP-Jungpolitiker:innen.

15. Februar 2023 – Die Unterschriften für die Atom-Initiative werden mit fragwürdigen Methoden für viel Geld gekauft, wie der Tages-Anzeiger und die SRF Rundschau berichten.

16. Februar 2024 – Unsere Stellungnahme: Atom-Initiative schadet der Energiewende.

19. März 2024 – Zustandekommen der Initiative.

28. August 2024 – Der Bundesrat greift den Kern des Initiativanliegens auf und präsentiert sein Atom-Gesetz, das es möglich machen würde, in Zukunft wieder AKW zu bauen. Unsere Stellungnahme: Atomausstieg – Bundesrat sabotiert die Energiewende.

3. September 2024 – Die Initiative ist unter fragwürdigen Sammel-Methoden zustande gekommen, die die Glaubwürdigkeit der Unterschriften in Frage stellen.
Unsere Medienmitteilung: Marschhalt nötig – Gegenentwurf zur Atom-Initiative demokratisch nicht mehr haltbar.

25. September 2024 – Unsere Medienmitteilung: Nein zu neuen AKW – Atom-Appell eingereicht.

20. Dezember 2024 – Der Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung für seine Atom-Gesetz (Gegenvorschlag zur Atom-Initiative).
Unsere Medienmitteilung: Aufhebung AKW-Neubauverbot – Irrweg muss korrigiert werden.

12. Februar 2025 – Unsere Stellungnahme zuhanden UVEK (Vernehmlassung).

30. April 2025 – Eine Mehrheit der Parteien, Kantone, Städte, Erneuerbaren-Energien-Verbände und Umweltorganisationen lehnen Atom-Initiative und Atom-Gesetz klar ab. Sie kritisieren den Bundesrat für die unbegründete Kehrtwende und verlangen eine gesamtheitliche Strategie. Economiesuisse, Gewerbeverband, FDP und SVP befürworten die Rückkehr zur Atomkraft.

13. August 2025 – Bundesrat überweist die Botschaft zur Atom-Initiative und Atom-Gesetz ans Parlament. Trotz breitem Widerstand will er das AKW-Neubauverbot aus dem Gesetz streichen.
Unsere Stellungnahme: Atom-Gesetz – teuer, gefährlich und untauglich – Parlament muss den Bau neuer AKW verhindern.

17. November 2025 – Unsere Stellungnahme: AKW-Neubauverbot aufzuheben verunmöglicht Erneuerbaren-Ausbauziele.

20. Januar 2026 – Die zuständige Energie-Kommission des Ständerats (UREK-S) lehnt die Volksinitiative ab, stimmt dem bundesrätlichen Gegenvorschlag aber mit 10:2 Stimmen zu. Bundesrat Rösti spricht in den Medien von staatlicher Finanzierung für neue AKW. Sie wollen die Atomenergie möglich machen – eine verfehlte energiepolitische Kehrtwende auf Kosten der Allgemeinheit.
Unser Protest gegen die Atom-Kehrtwende der Energiekommission des Ständerats.

10. März 2026 – Medienmitteilung des Bündnisses Nein zu neuen AKW: Protestbrief gegen Atom-Kehrtwende dem Ständerat eingereicht.

11. März 2026 – Der Ständerat beschliesst, das AKW-Neubauverbot aufzuheben – just am 15. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe.
Unsere Stellungnahme: Neue AKW in der Schweiz – Fehlentscheid des Ständerats.

21. April 2026 – Unsere Stellungnahme: UREK-N öffnet überhastet das Tor für neue AKW – Nationalrat muss Entscheid korrigieren.

7. Mai 2026 – Medienmitteilung des Bündnisses: Appell der Zivilgesellschaft – Nein zu neuen AKW in der Schweiz

3. Juni 2026 – Unsere Medienmitteilung: Neue AKW gefährden Schweizer Wasserkraft – Studie zeigt massive Ertragseinbussen.

15. Juni 2026 – Der Nationalrat will das Atom-Gesetz mit knapper Mehrheit an den Bundesrat zurückweisen und zuerst die Kosten und Finanzierung neuer AKW geklärt haben. Unsere Stellungnahme: Zurück an den Absender – neue AKW sind zu teuer.

18. Juni 2026 – Im Nationalrat dreht die Mehrheit und beschliesst ganz knapp, das Neubauverbot aus dem Gesetz zu streichen. Der Ständerat beharrte auf seiner Position und Bundesrat Rösti stellte in Aussicht, einen Finanzierungsbericht nachzuliefern.
Unsere Stellungnahme: Nationalrat öffnet das Tor für neue AKW – Stimmbevölkerung wird Fehlentscheid korrigieren.

19. Juni 2026 – Die beiden Räte verabschieden das Atom-Gesetz in der Schlussabstimmung.
Medienmitteilung: Bündnis «Nein zu neuen AKW» bereitet Referendum gegen Atom-Gesetz vor.

29. Juni 2026 – Die Initianten der Atom-Initiative geben den bedingten Rückzug bekannt, falls das Atom-Gesetz in Kraft tritt.

30. Juni 2026 – Ein breites Bündnis ergreift das Referendum gegen das Atom-Gesetz. Die Unterschriftensammlung beginnt.

Weiterer Fahrplan

  • Unterschriftensammlung für das Referendum bis 8. Oktober 2026
  • Voraussichtlich am 28. Februar 2027: Volksabstimmung über das Atom-Gesetz (Gegenvorschlag zur Atom-Initiative)

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So können Sie sich gegen die Atom-Initiative und das Atom-Gesetz zur Wehr setzen:

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