Protestbrief gegen Atom-Kehrtwende dem Ständerat eingereicht
Marcel Tobler,
Auf der Bundesterrasse versammelten sich heute mehr als 150 Menschen und Vertreter:innen des Bündnisses «Nein zu neuen AKW». Sie reichten ihren Protestbrief mit über 22'031 Unterschriften bei den Parlamentsdiensten ein. Nils Epprecht, Geschäftsleiter der Schweizerischen Energie-Stiftung SES, betonte dabei: «Wir fordern den Ständerat dazu auf, für eine sichere, unabhängige, bezahlbare und zukunftsfähige Schweizer Energiepolitik den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben, statt auf den Neubau von AKW zu setzen!»
Energiestrategie 2050 mehrfach legitimiert
Die Katastrophe von Fukushima vom 11. März 2011 markierte den Wendepunkt in der Energiepolitik. 2017 hat die Schweizer Stimmbevölkerung den Atomausstieg beschlossen. Mit der Energiestrategie und dem deutlichen Ja zum Stromgesetz 2024 hat sich die Bevölkerung seither mehrmals zu den Erneuerbaren und zum Atomausstieg bekannt.
Fehlentscheid im Ständerat wahrscheinlich
Genau fünfzehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima entscheidet der Ständerat auf Antrag der Umwelt- und Energiekommission darüber, ob der Bau neuer AKW wieder möglich sein soll. Dieser Plan ist gefährlich und teuer, macht uns abhängig vom Ausland und schadet der Energiewende. «Die Atom-Kehrtwende würde dazu führen, dass die Schweiz ihre Ausbauziele für erneuerbare Energien verfehlt und die Sicherheit der Stromversorgung beeinträchtigen wird», stellte Nils Epprecht klar.