Appell der Zivilgesellschaft: Nein zu neuen AKW in der Schweiz
Marcel Tobler,
2017 hat die Schweizer Stimmbevölkerung den Atomausstieg beschlossen – ein klares demokratisches Signal, das seither mehrmals bestätigt worden ist. Der Ständerat hat es in der Frühlingssession 2025 leichtfertig übergangen und den Vorschlag des Bundesrats, das AKW-Neubauverbot aufzuheben, angenommen. Jetzt ist der Nationalrat gefragt.
Bekannte Persönlichkeiten engagieren sind gegen die Atom-Kehrtwende
Jetzt regt sich der Widerstand der Zivilbevölkerung. Sie richtet einen dringenden Appell an die Politik, das Neubauverbot zu bewahren. Der Appell wird von über 40 Erstunterzeichnenden getragen. Dazu gehören Persönlichkeiten wie Regisseurin Katja Früh, Sänger und Produzent Dodo, OL-Weltmeisterin Simone Niggli Luder und Kabarettist Franz Hohler. Für die Unterzeichnenden hätte ein Kurswechsel verheerende wirtschaftliche und sicherheitspolitische Folgen und wäre in jeder Hinsicht falsch:
- Der Bau eines neuen AKW kostet Steuerzahlende und Stromkonsumentinnen mindestens 25 Milliarden Franken, während günstigere Alternativen längst verfügbar sind.
- Neue AKW zementieren die Abhängigkeit von Uran-Importen aus Russland und Kasachstan, obwohl Sonne, Wind und Wasser einheimisch und unerschöpflich verfügbar sind.
- AKW sind Ziele in bewaffneten Konflikten, das Atommüllproblem bleibt ungelöst, und jedes neue Kraftwerk erhöht das Risiko nuklearer Katastrophen für Mensch und Umwelt.
Öffentlicher Appell zur Unterschrift
Die Unterzeichnenden fordern den Nationalrat auf, die Streichung des AKW-Neubauverbots abzuwenden und die Schweiz damit vor einer teuren und gefährlichen Atom-Kehrtwende zu bewahren. Stattdessen sollen er auf eine sichere, unabhängige und bezahlbare Schweizer Stromversorgung setzen – mit der bewährten und von der Stimmbevölkerung geforderten Energiewende.
Sie rufen die Bevölkerung dazu auf, den Appell mitzuunterschreiben: https://www.neue-akw-nein.ch/appell-nationalrat
-----
Appell der Zivilgesellschaft: Nein zu neuen AKW in der Schweiz!
Wir fordern den Nationalrat auf, die Streichung des AKW-Neubauverbots abzuwenden und die Schweiz damit vor einer teuren und gefährlichen Atom-Kehrtwende zu bewahren.
2017 hat die Schweizer Stimmbevölkerung den Atomausstieg beschlossen und sich seither mehrmals zur Energiewende bekannt. Doch jetzt will der Bundesrat wieder neue AKW bauen. Der Ständerat hat diesem unverantwortlichen Plan in der Frühlingssession bereits zugestimmt. Nun ist es am Nationalrat, den Neubau-Entscheid noch zu stoppen.
Die vom Bundesrat geplante Atom-Kehrtwende schadet der Schweiz in jeder Hinsicht: Neue AKW würden die Schweiz enorm teuer zu stehen kommen. Der Bau eines neuen AKW ist mit immensen Kosten von mindestens 25 Milliarden Franken verbunden. Die Rechnung für dieses Milliardengrab bezahlen wir alle – mit unseren Steuern und über höhere Strompreise.
Ein weiteres Risiko ist die Abhängigkeit vom Ausland. Mit neuen AKW macht sich die Schweiz weiterhin abhängig von Uran-Importen aus Ländern wie Russland und Kasachstan. Statt diese Abhängigkeit zu zementieren, sollten wir auf das setzen, was wir haben: einheimische Energie aus Sonne, Wind und Wasser.
AKW bergen zudem grosse Sicherheitsrisiken für Mensch und Umwelt. Sie sind beliebte Ziele in kriegerischen Konflikten, das Abfallproblem ist weiter ungelöst und jedes neue AKW erhöht die Wahrscheinlichkeit für nukleare Katastrophen.
Aus all diesen Gründen appellieren wir an die Nationalrätinnen und Nationalräte, die Aufhebung des AKW-Neubauverbots abzulehnen und darauf zu verzichten, die Schweiz diesem finanziellen und sicherheitspolitischen Risiko auszusetzen.
Wir fordern die Parlamentarierinnen und Parlamentarier auf: Stoppen Sie die teure und riskante Atom-Kehrtwende! Setzen Sie stattdessen auf eine sichere, unabhängige und bezahlbare Schweizer Stromversorgung – mit der bewährten und von der Stimmbevölkerung geforderten Energiewende.
-----