Stellungnahme zu Gasspeicherkapazitäten: Keine kurzfristigen Investitionen in Gasspeicher

Markus Unterfinger,

Die Schweiz befindet sich in einer Energiewende und ersetzt fossile Energieträger kontinuierlich durch erneuerbare Energien. Vor diesem Hintergrund soll nicht neue fossile Infrastruktur aufgebaut werden, die durch Kapitalbindung und die Amortisierungsinteressen die Energiewende ausbremst. Statt in «stranded assets» zu investieren, muss die Abkehr von fossilem Gas gefördert werden.

Wie im Bericht erwähnt, gehen die Energieperspektiven 2050+ von einer Abnahme der Nachfrage nach Gas als Energieträger von heute 36 Terawattstunden pro Jahr auf 23 Terawattstunden im Jahr 2050 aus. Dies bedeutet eine Abnahme von über einem Drittel. Auch werden sich die Anteile der verschiedenen Sektoren am Gasverbrauch im Jahr 2050 im Vergleich zu heute stark verändern, was auch einen Einfluss auf das Nachfrageverhalten haben wird. So wird relevant viel weniger Gas für die Beheizung von Gebäuden im Winter gebraucht werden, während der Anteil der Industrie und so der Gasverbrauch über das Jahr verteilt zunehmen wird.

Aus unserer Sicht soll nicht kurzfristig in Gasinfrastruktur investiert werden, die die Nutzung von fossilem Gas befördert oder verlängert. Deshalb darf ein allfälliger Gasspeicher nicht wirtschaftlich betrieben werden, sondern nur für Notfälle zur Verfügung stehen.

Weitere Bemerkungen und Verbesserungsvorschläge finden Sie in unserer Stellungnahme.

Fachbereich Klima & erneuerbare Energien

Léonore Hälg

Leiterin Fachbereich erneuerbare Energien & Klima
+41 44 275 21 24
leonore.haelg@energiestiftung.ch
@LeoHaelg



Zurück