JA zur Konzernverantwortungsinitiative

Die Konzernverantwortungsinitiative fordert gewissermassen eine Selbstverständlichkeit: Konzerne müssen Umweltstandards und Menschenrechte einhalten. Sie sollen für Schäden, die sie oder ihre Tochterfirmen verursachen, geradestehen. Nötig ist das, weil gravierende Umweltzerstörungen leider nach wie vor zum Geschäftsmodell von vielen Unternehmen gehören, beispielsweise dem Schweizer Energie- und Rohstoffkonzern Glencore.

In Kolumbien betreibt Glencore seit Jahren Teile eine Kohlemine. Es handelt sich um die grösste offene Kohlemine der Welt. Ein Grossteil der abgebauten Kohle wird nach Europa exportiert und in Kohlekraftwerken verfeuert. Der Kohleabbau führt vor Ort zu hoher Feinstaubbelastung. Industrieabwasser verschmutzt den naheliegenden Fluss, welcher rund 450'000 Menschen mit Wasser versorgt.

Nachhaltigkeitsberichte und freiwillige Massnahmen reichen nicht

Glencore dient als Beispiel dafür, was auch andere Energieunternehmen machen würden, um fossile Energieträger zu fördern, die wir hier in der Schweiz täglich verbrauchen. Die Konzernverantwortungsinitiative will Geschäftspraktiken stoppen, die zu solchen Ergebnissen führen. Nachhaltigkeitsberichte reichen hierfür nicht und auch durch freiwillige Massnahmen allein ändert sich nichts. Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen in Zukunft für Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen haften, die sie oder ihre Tochterfirmen verursachen.

Neben über 120 NGOs aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft, darunter die SES, unterstützt auch das «Wirtschaftskomitee für verantwortungsvolle Unternehmen» mit über 130 Mitgliedern die Initiative. Und auch das «Bürgerliche Komitee für Konzernverantwortung» mit über 160 bürgerlichen PolitikerInnen setzt sich für die Initiative ein. Das macht Sinn, denn die Einhaltung von Umweltstandards entspricht dem internationalen Konsens darüber, was richtig ist. Dass sich einige Konzerne darüber hinwegsetzen und Menschenrechte ignorieren, darf nicht sein. Deshalb unterstützt die SES die Initiative.

Mitmachen und Postkarten bestellen

Auch Sie können einen Beitrag leisten und bei dieser Postkarten-Aktion Bekannte und Verwandte für ein JA am 29. November 2020 mobilisieren:

 

Skrupellose Geschäfte im Ausland

konzern-initiative.ch

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JA zur Konzernverantwortungsinitiative

Die Konzernverantwortungsinitiative fordert gewissermassen eine Selbstverständlichkeit: Konzerne müssen Umweltstandards und Menschenrechte einhalten. Sie sollen für Schäden, die sie oder ihre Tochterfirmen verursachen, geradestehen. Nötig ist das, weil gravierende Umweltzerstörungen leider nach wie vor zum Geschäftsmodell von vielen Unternehmen gehören, beispielsweise dem Schweizer Energie- und Rohstoffkonzern Glencore.

In Kolumbien betreibt Glencore seit Jahren Teile eine Kohlemine. Es handelt sich um die grösste offene Kohlemine der Welt. Ein Grossteil der abgebauten Kohle wird nach Europa exportiert und in Kohlekraftwerken verfeuert. Der Kohleabbau führt vor Ort zu hoher Feinstaubbelastung. Industrieabwasser verschmutzt den naheliegenden Fluss, welcher rund 450'000 Menschen mit Wasser versorgt.

Nachhaltigkeitsberichte und freiwillige Massnahmen reichen nicht

Glencore dient als Beispiel dafür, was auch andere Energieunternehmen machen würden, um fossile Energieträger zu fördern, die wir hier in der Schweiz täglich verbrauchen. Die Konzernverantwortungsinitiative will Geschäftspraktiken stoppen, die zu solchen Ergebnissen führen. Nachhaltigkeitsberichte reichen hierfür nicht und auch durch freiwillige Massnahmen allein ändert sich nichts. Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen in Zukunft für Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen haften, die sie oder ihre Tochterfirmen verursachen.

Neben über 120 NGOs aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft, darunter die SES, unterstützt auch das «Wirtschaftskomitee für verantwortungsvolle Unternehmen» mit über 130 Mitgliedern die Initiative. Und auch das «Bürgerliche Komitee für Konzernverantwortung» mit über 160 bürgerlichen PolitikerInnen setzt sich für die Initiative ein. Das macht Sinn, denn die Einhaltung von Umweltstandards entspricht dem internationalen Konsens darüber, was richtig ist. Dass sich einige Konzerne darüber hinwegsetzen und Menschenrechte ignorieren, darf nicht sein. Deshalb unterstützt die SES die Initiative.

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