Solar for Peace!

Léonore Hälg,

Energiepolitisch getriebene Konflikte und die Klimakrise verlangen nach dem Beginn einer neuen Ära.

Es sind stürmische Zeiten für die Schweizer Energiepolitik. AKW-Befürworter:innen hissen wieder die Segel, Versorgungsängste schlagen hohe Wellen, das Stromabkommen mit der EU ist gekentert und über allem thronen die dunklen Wolken des Klimawandels. Da passt es, dass die SES Fahrt aufnimmt. Seit Anfang Jahr ergänze ich neu die Geschäftsstelle als Co-Leiterin des Fachbereichs Klima und erneuerbare Energien.

Energiepolitisch fordern wir viel mehr Rückenwind für die Solarenergie. Während Dwight D. Eisenhowers Atoms for Peace-Plädoyer für die zivile Nutzung der Atomkraft bis heute ein Bluff geblieben ist, ist es jetzt an der Zeit für die Ära «Solar for Peace». Die Atomlobby erklärt inzwischen unverfroren, dass die zivile Nutzung der Atomkraft gerade deshalb nötig sei, damit Atommächte das militärische Know-how nicht verlören. Im Gegensatz dazu birgt die Sonnenenergie die Kraft, eine globale Befriedung herbeizuführen. Sie fördert die Dezentralität und verringert die Abhängigkeit von fossilen Energien. Nicht nur die Schweiz macht sich so unabhängiger von dubiosen Staaten und deren politischen Ränkespielen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Erdöl und Erdgas viel Zündstoff für Konflikte bieten.

Aktuell führt uns dies der Krieg in der Ukraine wieder vor Augen. Und auch der Klimawandel droht zukünftig Auseinandersetzungen um Land und Wasser anzuheizen, sollten wir es nicht schaffen, ihn auf ein verträgliches Mass zu begrenzen. Die Sonnenenergie kann hier die Lücke füllen. In der Schweiz hat sie das Potenzial, neben der Wasserkraft zum Fundament der zukünftigen Energieversorgung zu werden. In diesem Sinne ist es an der Zeit, die Geschichte neu zu schreiben: Solar for Peace!

Fachbereich Klima & erneuerbare Energien

Léonore Hälg

Co-Leiterin Fachbereich Klima & erneuerbare Energien
+41 44 275 21 24
leonore.haelg@energiestiftung.ch
@LeoHaelg



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