Petition fordert rasche Reduktion des Luftverkehrs

Valentin Schmidt,

Die Koalition Luftverkehr Umwelt und Gesundheit (KLUG) fordert den Bundesrat mit einer internationalen Petition dazu auf, den Flugverkehr auf ein mit den Klimazielen vereinbares Niveau zu senken. Die heute übergebene Petition will auch dem «Greenwashing» des Lufttverkehrs ein Ende setzen.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), hat Post von über 170 Organisationen weltweit erhalten. Die Petition «Greenwashing stoppen – Flugverkehr jetzt reduzieren» wurde von der internationalen Allianz «Stay Grounded» lanciert und in der Schweiz von der KLUG-Koalition - darunter auch die SES - unterstützt.

Die Luftfahrt ist einer der Sektoren, deren Klimaauswirkungen am schnellsten zunehmen. Allein in der Schweiz verursacht der Flugverkehr den höchsten Klimaeffekt (27 Prozent in 2019). Dies hat kürzlich der Bundesrat in einer Antwort auf eine parlamentarische Interpellation bestätigt. Neben dem CO2 werden beim Fliegen Wasserdampf, Stickoxide, Schwefeloxide, Russ und weitere Schadstoffe emittiert.

Dennoch setzen die meisten Staaten und die Industrie weiterhin auf ein unbegrenztes Wachstum des Flugverkehrs und argumentieren, dass neue Technologien wie Wasserstoff oder synthetischer Treibstoff die Branche dekarbonisieren werden. Für die KLUG-Koalition ist dies reines Greenwashing. Obwohl neue Technologien langfristig eine Rolle spielen können, werden sie für die Erreichung der Klimaziele zu spät kommen und dem prognostizierten Anstieg des Flugverkehrs nicht gewachsen sein.

Die Forderung von KLUG und «Stay Grounded» an den Bundesrat und Entscheidungsträger weltweit lautet klar: Die Emissionen der Flugbranche bis 2030 deutlich senken, mit fairen Übergängen für Beschäftigte der Flugbranche.



Zurück