AKW-Stilllegungs- und Entsorgungskosten: Ein Fass ohne Boden

Das UVEK soll sicherstellen, dass für die Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung der Schweizer AKW die Betreiber aufkommen, und nicht die Steuerzahlenden, wie die aktuelle Kostenstudie 2016 befürchten lässt. Heute Dienstag hat die Schweizerische Energie-Stiftung SES eine entsprechende Petition beim UVEK eingereicht. Knapp 5’500 Personen haben diese in den letzten vier Wochen unterzeichnet und geben so den Forderungen der SES zusätzliches Gewicht.

Mit der Petition fordert die SES vom Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), die Beiträge in die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds zu erhöhen. Der Vorschlag aus der Kostenstudie 2016 ist aus Sicht der SES und der 5’463 Unterzeichnenden klar ungenügend. Die Finanzierung der AKW-Stilllegung und Entsorgung durch die Betreiber muss rasch und ausreichend gesichert werden, damit dereinst nicht die Steuerzahlenden dafür aufkommen müssen

Kosten steigen, Beiträge sinken

Alle fünf Jahre errechnet der Branchenverband Swissnuclear - also die AKW-Betreiber selber - die Höhe der zu erwartenden Kosten für Stilllegung und Entsorgung der Schweizer AKW. Daraus abgeleitet wird die Höhe der Beiträge, welche die Betreiber jährlich in die entsprechenden Fonds einzahlen müssen. Aus diesen Fonds sollen Stilllegung und Entsorgung in den nächsten 100 Jahren bezahlt werden. Das Fazit der jüngsten Kostenstudie (2016) lautet: Obwohl die Kosten erneut markant höher ausfallen als bislang angenommen, sollen die Beitragszahlungen für die AKW-Betreiber sinken. 

UVEK, bitte korrigieren!

2018 wird das UVEK die Höhe für die Beiträge der AKW-Betreiber in die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für den Rückbau der Schweizer AKW definitiv festsetzen. Folgt das UVEK den Empfehlungen von Swissnuclear, laufen Bund und Steuerzahlende grosse Gefahr, dereinst hohe Kosten für die Stilllegung und vor allem für die Entsorgung der Schweizer AKW übernehmen zu müssen. Denn überall werden ideale Szenarien angenommen, während insbesondere die finanziellen Risiken ausgeblendet werden. So lautet ein Fazit aus der Überprüfung der Kostenstudie 2016, welche die SES sie zusammen mit dem unabhängigen Ökonomen Kaspar Müller und dem Öko-Instituts Darmstadt vorgenommen hat.

Hintergrundinformationen

 

Weitere Informationen

Valentin Schmidt

Valentin Schmidt
Leiter Politik & Kommunikation

Tel. 044 275 21 23
Mail:
valentin.schmidt@energiestiftung.ch
Twitter: @energiestiftung.ch

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Das UVEK soll sicherstellen, dass für die Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung der Schweizer AKW die Betreiber aufkommen, und nicht die Steuerzahlenden, wie die aktuelle Kostenstudie 2016 befürchten lässt. Heute Dienstag hat die Schweizerische Energie-Stiftung SES eine entsprechende Petition beim UVEK eingereicht. Knapp 5’500 Personen haben diese in den letzten vier Wochen unterzeichnet und geben so den Forderungen der SES zusätzliches Gewicht.

Mit der Petition fordert die SES vom Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), die Beiträge in die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds zu erhöhen. Der Vorschlag aus der Kostenstudie 2016 ist aus Sicht der SES und der 5’463 Unterzeichnenden klar ungenügend. Die Finanzierung der AKW-Stilllegung und Entsorgung durch die Betreiber muss rasch und ausreichend gesichert werden, damit dereinst nicht die Steuerzahlenden dafür aufkommen müssen

Kosten steigen, Beiträge sinken

Alle fünf Jahre errechnet der Branchenverband Swissnuclear - also die AKW-Betreiber selber - die Höhe der zu erwartenden Kosten für Stilllegung und Entsorgung der Schweizer AKW. Daraus abgeleitet wird die Höhe der Beiträge, welche die Betreiber jährlich in die entsprechenden Fonds einzahlen müssen. Aus diesen Fonds sollen Stilllegung und Entsorgung in den nächsten 100 Jahren bezahlt werden. Das Fazit der jüngsten Kostenstudie (2016) lautet: Obwohl die Kosten erneut markant höher ausfallen als bislang angenommen, sollen die Beitragszahlungen für die AKW-Betreiber sinken. 

UVEK, bitte korrigieren!

2018 wird das UVEK die Höhe für die Beiträge der AKW-Betreiber in die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für den Rückbau der Schweizer AKW definitiv festsetzen. Folgt das UVEK den Empfehlungen von Swissnuclear, laufen Bund und Steuerzahlende grosse Gefahr, dereinst hohe Kosten für die Stilllegung und vor allem für die Entsorgung der Schweizer AKW übernehmen zu müssen. Denn überall werden ideale Szenarien angenommen, während insbesondere die finanziellen Risiken ausgeblendet werden. So lautet ein Fazit aus der Überprüfung der Kostenstudie 2016, welche die SES sie zusammen mit dem unabhängigen Ökonomen Kaspar Müller und dem Öko-Instituts Darmstadt vorgenommen hat.

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