Zweifel am Sicherheitsnachweis von Beznau I

Die Axpo plant, das älteste AKW der Schweiz 60 Jahre lang zu betreiben. Dabei stand Reaktor 1 des AKW Beznau jüngst noch wegen Sicherheitsbedenken ganze drei Jahre lang still. Nun kommen neue Zweifel an der Sicherheit des Alt-Reaktors auf.

Von Simon Banholzer*

Grafik Reaktordruckbehälter

Beznau I war drei Jahre lang vom Netz, weil 2015 in der wichtigsten Komponente überhaupt – dem Reaktordruckbehälter (RDB) – Hunderte von Materialfehlern entdeckt wurden. Die Axpo hat im publizierten Bericht zum Wiederanfahren erklärt, dass es sich um Aluminiumoxid-Einschlüsse handle, die keine negativen Einflüsse auf die Sicherheit des Reaktors hätten. Die SES und Greenpeace Schweiz haben versucht, Einsicht in den Sicherheitsnachweis der Axpo zu erlangen – bislang ohne Erfolg. Daher wurde das unabhängige Öko-Institut beauftragt, den Axpo-Sicherheitsnachweis zu analysieren. Das Gutachten zweifelt den Sicherheitsnachweis an, den die Atomaufsicht ENSI akzeptiert hat. Das Öko-Institut kommt zum Schluss, dass die von der Axpo angewandten Methoden wissenschaftlichen Standards widersprechen und von keinem internationalen Reglement anerkannt sind (siehe Interview unten).

Noch bis 31. Januar 2020

*Der Autor

Simon Banholzer

Simon Banholzer
Leiter Politik

Tel. 044 275 21 22
Mail: simon.banholzer@energiestiftung.ch
Twitter: @Simon_Banholzer

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