Renten ohne Risiko - Schluss mit fossilen Investitionen

Pensionskassen pumpen Milliarden Schweizerfranken in die Erdöl-, Kohle- und Erdgasindustrie. Das steht im Widerspruch zum Pariser Klimaabkommen, das heute in Kraft tritt. Investitionen in fossile Energie sind nicht nur ein Gefahr für das Klima, sondern auch für die Sicherheit der Altersvorsorge. Die Umsetzung von Paris führt zu drastischen Wertverminderungen von Anlagen in fossilen Energieträgern. Wer heute in CO2-intensive Anlagen investiert, geht ein erhebliches Risiko ein. Der grösste Hebel, mit dem die Schweiz einen Einfluss auf das globale Klima nehmen kann, ist das Geld.

Die Schweizerinnen und Schweizer haben den Pensionskassen rund 767 Milliarden Franken anvertraut. Doch die Art und Weise wie in der Schweiz die Altersvorsorge organisiert ist, untergräbt die politischen Bemühungen, das Klima zu schützen. Laut einer Bafu-Studie verursachen die Investitionen von Schweizer Pensionskassen gleich viel CO2, wie wir in der Schweiz ingesamt (pro Jahr) ausstossen.

Fossile Energien sind ein Auslaufmodell. Die fossile Energieförderung wird kostspieliger, gefährdet die Umwelt und das Risiko von Unfällen steigt. Bereits heute gewinnen Sonnen- und Windenergie zunehmend gegen Kohle, Erdöl und Erdgas bei langfristigen Energielieferverträgen. Der technologische Fortschritt arbeitet für die Energie aus Sonne und Wind. Der Preis einer erneuerbaren Rundum-Versorgung wird immer konkurrenzfähiger. Und der Klimawandel wird deutlicher spürbar. Mit den Katastrophen wächst der politische Wille für mehr Klimaschutz. Die «Fukushimas» für die fossile Energieindustrie häufen sich: Weltweite Korallenbleiche, extremere Stürme, Überschwemmungen und Hitzewellen.

Pensionskassen müssen fossile Investitionen ausschliessen. Die in Paris beschlossene Klimapolitik kann nur umgesetzt werden, wenn der grösste Teil der Reserven an fossilen Brennstoffen im Boden bleibt und nicht verbrannt wird. Diese Reserven aber bilden das Kapital der Konzerne, welche fossile Reserven in ihren Bilanzen ausweisen oder deren Geschäftsmodell darauf basiert. Wenn sie diese Reserven nicht verwenden dürfen, schrumpft ihr Kapitalwert dramatisch. Darum sind viele Energiekonzerne gemessen an den globalen Klimazielen stark überbewertet. Man spricht von einer Kohlenstoffblase («carbon bubble»).

Mit der Kampagne «Renten ohne Risiko» fordert die Klima-Allianz Schweiz, dass Pensionskassen innert fünf Jahren Anlagen in fossile Energieunternehmen abstossen. Die Kampagne hilft den Versicherten, sich direkt an ihre Pensionskassen zu wenden und sie mit einer persönlichen E-Mail zur Desinvestition aufzufordern.

 

Florian Brunner

Florian Brunner
Projektleiter Fossile Energien & Klima

Tel. 044 275 21 24
Mail: florian.brunner@energiestiftung.ch
Twitter: @flo_brunn

Nationale Kampagne

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Renten ohne Risiko - Schluss mit fossilen Investitionen

Pensionskassen pumpen Milliarden Schweizerfranken in die Erdöl-, Kohle- und Erdgasindustrie. Das steht im Widerspruch zum Pariser Klimaabkommen, das heute in Kraft tritt. Investitionen in fossile Energie sind nicht nur ein Gefahr für das Klima, sondern auch für die Sicherheit der Altersvorsorge. Die Umsetzung von Paris führt zu drastischen Wertverminderungen von Anlagen in fossilen Energieträgern. Wer heute in CO2-intensive Anlagen investiert, geht ein erhebliches Risiko ein. Der grösste Hebel, mit dem die Schweiz einen Einfluss auf das globale Klima nehmen kann, ist das Geld.

Die Schweizerinnen und Schweizer haben den Pensionskassen rund 767 Milliarden Franken anvertraut. Doch die Art und Weise wie in der Schweiz die Altersvorsorge organisiert ist, untergräbt die politischen Bemühungen, das Klima zu schützen. Laut einer Bafu-Studie verursachen die Investitionen von Schweizer Pensionskassen gleich viel CO2, wie wir in der Schweiz ingesamt (pro Jahr) ausstossen.

Fossile Energien sind ein Auslaufmodell. Die fossile Energieförderung wird kostspieliger, gefährdet die Umwelt und das Risiko von Unfällen steigt. Bereits heute gewinnen Sonnen- und Windenergie zunehmend gegen Kohle, Erdöl und Erdgas bei langfristigen Energielieferverträgen. Der technologische Fortschritt arbeitet für die Energie aus Sonne und Wind. Der Preis einer erneuerbaren Rundum-Versorgung wird immer konkurrenzfähiger. Und der Klimawandel wird deutlicher spürbar. Mit den Katastrophen wächst der politische Wille für mehr Klimaschutz. Die «Fukushimas» für die fossile Energieindustrie häufen sich: Weltweite Korallenbleiche, extremere Stürme, Überschwemmungen und Hitzewellen.

Pensionskassen müssen fossile Investitionen ausschliessen. Die in Paris beschlossene Klimapolitik kann nur umgesetzt werden, wenn der grösste Teil der Reserven an fossilen Brennstoffen im Boden bleibt und nicht verbrannt wird. Diese Reserven aber bilden das Kapital der Konzerne, welche fossile Reserven in ihren Bilanzen ausweisen oder deren Geschäftsmodell darauf basiert. Wenn sie diese Reserven nicht verwenden dürfen, schrumpft ihr Kapitalwert dramatisch. Darum sind viele Energiekonzerne gemessen an den globalen Klimazielen stark überbewertet. Man spricht von einer Kohlenstoffblase («carbon bubble»).

Mit der Kampagne «Renten ohne Risiko» fordert die Klima-Allianz Schweiz, dass Pensionskassen innert fünf Jahren Anlagen in fossile Energieunternehmen abstossen. Die Kampagne hilft den Versicherten, sich direkt an ihre Pensionskassen zu wenden und sie mit einer persönlichen E-Mail zur Desinvestition aufzufordern.

 

Florian Brunner

Florian Brunner
Projektleiter Fossile Energien & Klima

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