Klimaschutz

Die Schweiz gehört aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs zu den Ländern mit besonders hohen Pro-Kopf-Emissionen. Diese haben sich trotz gesetzlichen Vorgaben und internationalen Verträgen bisher nicht verringert. Als kleines Land in einer klimasensiblen Gebirgsregion ist die Schweiz dringend auf grosse internationale Fortschritte beim Klimaschutz angewiesen. Deshalb muss die Schweiz mit gutem Beispiel vorangehen. Seit dem Stern Report ist bekannt, dass Handeln billiger kommt als Zuwarten und Nichtstun.

SES-Empfehlung

Vor der eigenen Türe wischen

Die inländischen Emissionen (über 5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr) sollen grundsätzlich im Inland reduziert werden. Gebäudesanierungen, Plus-Energiehäuser, Ersatz von Öl- und Gasheizungen, Förderung des Velo- und Fussverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs, effiziente Fahrzeuge und Reduktion des Stromverbrauchs sind vordringlich anzugehen. Eine ökologische Steuerreform und Energielenkungsabgaben sind unumgänglich.

Klimaschutz lohnt sich nicht nur finanziell

Der Wirtschafts- und Forschungsplatz Schweiz kann von einer griffigen Klimapolitik nur profitieren. Effizienz und Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien sind die Märkte von Morgen und die Arbeitsplätze der Zukunft. Mehr Sicherheit durch weniger Abhängigkeit von instabilen Energielieferanten bringt uns zudem mehr politische Freiheit.

Ablasshandel mit Auslands-Zertifikaten: ja, aber…

Der Kauf von Verschmutzungsrechten im Ausland (CDM) soll ausschliesslich für die Reduktion der von uns im Ausland verursachten Emissionen (über 6 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr) dienen.

Die SES ist Mitverfasserin des Klimamasterplans. Er zeigt die nötigen Reduktionsschritte und politischen Massnahmen auf, mit welchen die Schweiz ihren gerechten Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten kann.