Klima-Abkommen: Die Energiewende lohnt sich!

Die SES begrüsst den Entscheid des Ständerates, das Pariser Klima-Abkommen zu ratifizieren. Das Übereinkommen verpflichtet alle Vertragsparteien, Ziele zur Emissionsreduktion zu formulieren. Nun gilt es für die Schweiz, das Abkommen ernst zu nehmen und mit dem neuen CO2-Gesetz verbindlich umzusetzen.

Der Natur- und Kulturraum Schweiz reagiert äusserst empfindlich auf den Klimawandel und ist in vielfältiger Weise von dessen Auswirkungen betroffen: Gletscherschmelze, Starkniederschläge, Trockenheitsrisiko; nicht zuletzt führt das Auftauen des Permafrosts zu Felsstürzen und gefährdet Strassen und andere Bauten im Gebirge. Aber kein Staat kann den Klimawandel alleine eindämmen. Ein globales Problem kann nur mit internationaler Zusammenarbeit gelöst werden. Die SES begrüsst deshalb die Ratifizierung des Pariser Klima-Abkommens durch das Parlament. 

Vorbildfunktion mit nationaler Gesetzgebung

Die Höhe des vorgeschlagenen Reduktionsziels der Schweiz von minus 50% entspricht einem «Weiter wie bisher». Was es aber braucht, ist ein angemessener Schweizer Beitrag mit weitergehenden Massnahmen in sämtlichen Sektoren. Die Schweiz kann ihre Emissionen im Inland bis 2030 um 60% senken. «Auch wenn das Ziel ambitioniert ist und natürlich etwas kostet, ist zu beachten, dass uns Nichtstun teurer zu stehen kommen wird», sagt Florian Brunner, SES-Projektleiter Fossile Energien & Klima.

Klimaschutz und Energiewende bilden ein sinnvolles Paket

Wie die neue econcept-Studie «Kosten und weitere Auswirkungen energiepolitischer Szenarien» zeigt, führt die Energiewende im Vergleich zum Nichtstun bis 2050 zu einer massiven Reduktion der energiebedingten Treibhausgasemissionen auf rund ein Viertel der heutigen Emissionen. Um diese Reduktion mit Massnahmen im Ausland zu erreichen ohne die Energiewende in der Schweiz voranzutreiben, entstünden bei aktuellen Vermeidungskosten jährliche Mehrkosten von knapp 2 Milliarden Franken. Diese würden langfristig vermutlich weiter ansteigen. «Die Vermeidungskosten sind in jedem Fall höher als mögliche Mehrkosten im Szenario Energiewende bei langfristig sinkenden Ölpreisen», erklärt Florian Brunner.

 

Weitere Informationen

Florian Brunner

Florian Brunner
Projektleiter Fossile Energien & Klima

Tel. 044 275 21 24
Mail: florian.brunner@energiestiftung.ch
Twitter: @flo_brunn

SES Studien

Energie & Umwelt: Klimapolitik

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Klima-Abkommen: Die Energiewende lohnt sich!

Die SES begrüsst den Entscheid des Ständerates, das Pariser Klima-Abkommen zu ratifizieren. Das Übereinkommen verpflichtet alle Vertragsparteien, Ziele zur Emissionsreduktion zu formulieren. Nun gilt es für die Schweiz, das Abkommen ernst zu nehmen und mit dem neuen CO2-Gesetz verbindlich umzusetzen.

Der Natur- und Kulturraum Schweiz reagiert äusserst empfindlich auf den Klimawandel und ist in vielfältiger Weise von dessen Auswirkungen betroffen: Gletscherschmelze, Starkniederschläge, Trockenheitsrisiko; nicht zuletzt führt das Auftauen des Permafrosts zu Felsstürzen und gefährdet Strassen und andere Bauten im Gebirge. Aber kein Staat kann den Klimawandel alleine eindämmen. Ein globales Problem kann nur mit internationaler Zusammenarbeit gelöst werden. Die SES begrüsst deshalb die Ratifizierung des Pariser Klima-Abkommens durch das Parlament. 

Vorbildfunktion mit nationaler Gesetzgebung

Die Höhe des vorgeschlagenen Reduktionsziels der Schweiz von minus 50% entspricht einem «Weiter wie bisher». Was es aber braucht, ist ein angemessener Schweizer Beitrag mit weitergehenden Massnahmen in sämtlichen Sektoren. Die Schweiz kann ihre Emissionen im Inland bis 2030 um 60% senken. «Auch wenn das Ziel ambitioniert ist und natürlich etwas kostet, ist zu beachten, dass uns Nichtstun teurer zu stehen kommen wird», sagt Florian Brunner, SES-Projektleiter Fossile Energien & Klima.

Klimaschutz und Energiewende bilden ein sinnvolles Paket

Wie die neue econcept-Studie «Kosten und weitere Auswirkungen energiepolitischer Szenarien» zeigt, führt die Energiewende im Vergleich zum Nichtstun bis 2050 zu einer massiven Reduktion der energiebedingten Treibhausgasemissionen auf rund ein Viertel der heutigen Emissionen. Um diese Reduktion mit Massnahmen im Ausland zu erreichen ohne die Energiewende in der Schweiz voranzutreiben, entstünden bei aktuellen Vermeidungskosten jährliche Mehrkosten von knapp 2 Milliarden Franken. Diese würden langfristig vermutlich weiter ansteigen. «Die Vermeidungskosten sind in jedem Fall höher als mögliche Mehrkosten im Szenario Energiewende bei langfristig sinkenden Ölpreisen», erklärt Florian Brunner.

 

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