Die Umsetzung der Atomausstiegs-Initiative wird schon diesen Winter Realität

Das AKW Leibstadt bleibt wegen Problemen im Reaktorkern bis im Februar 2017 vom Netz, wie heute mitgeteilt wurde. Mit dem anhaltenden Stillstand von Beznau I reduziert sich die AKW-Produktion diesen Winter um fast die Hälfte. Damit wird der diesjährige Winter bezüglich Versorgungssicherheit anspruchsvoller, als es die Atomausstiegsinitiative vorgibt.

Klumpenrisiko alt-AKW

Das anhaltende Aus von Leibstadt zeigt das Problem des bisher vom Bund propagierten Prinzips «weiterlaufen so lange sicher» für bestehende AKW: Die sinkende Zuverlässigkeit des ältesten AKW-Parks der Welt wird zum Klumpenrisiko für die Stromversorgung und führt zu einer vergrösserten Auslandabhängigkeit und zu mehr Importen. Nils Epprecht, Projektleiter Strom & Atom resümiert: «Wir können den Ersatz des Atomstroms nicht einfach dem Zufall überlassen. Versorgungssicherheit braucht einen Plan.»

Herausforderungen der Atomausstiegsinitiative vergleichsweise klein

Die Atomausstiegsinitiative fordert das Abschalten von Beznau I und II sowie Mühleberg per Ende 2017 (1133 Megawatt). Das Eineinhalbfache fällt nun bereits diesen Winter weg (Leibstadt+Beznau I 1650MW). Mit dem für die Versorgung wichtigen Unterschied, dass mit der Initiative der Ersatz geplant werden kann und nicht von heute auf morgen neue Tatsachen geschaffen werden.

Ohne Plan zum Atomausstieg bleibt der Ersatz auf der Strecke

Die Schweiz hat es bisher verpasst, beim Ausbau der neuen erneuerbaren Energien vorwärts zu machen und bleibt europäisches Schlusslicht. Mit sich häufenden Ausfällen alternder AKW droht sich dies nun zu rächen. Doch den Zubau-Willigen bleiben die Förderinstrumente blockiert und die Investitionssicherheit weiterhin verwehrt, solange unklar bleibt, wann welche Kapazitäten der Grosskraftwerke vom Netz gehen.

 

Weitere Informationen

Nils Epprecht

Nils Epprecht
Projektleiter Strom & Atom

Tel. 044 275 21 25
Mail: nils.epprecht@energiestiftung.ch
Twitter: @nepprecht

Lesen

Energie und Umwelt, Ausgabe 3/2016

Ja zum geordneten Atomausstieg!

ein Plädoyer von SES Geschäftsleiter Jürg Buri

Nationale Kampagne

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Die Umsetzung der Atomausstiegs-Initiative wird schon diesen Winter Realität

Das AKW Leibstadt bleibt wegen Problemen im Reaktorkern bis im Februar 2017 vom Netz, wie heute mitgeteilt wurde. Mit dem anhaltenden Stillstand von Beznau I reduziert sich die AKW-Produktion diesen Winter um fast die Hälfte. Damit wird der diesjährige Winter bezüglich Versorgungssicherheit anspruchsvoller, als es die Atomausstiegsinitiative vorgibt.

Klumpenrisiko alt-AKW

Das anhaltende Aus von Leibstadt zeigt das Problem des bisher vom Bund propagierten Prinzips «weiterlaufen so lange sicher» für bestehende AKW: Die sinkende Zuverlässigkeit des ältesten AKW-Parks der Welt wird zum Klumpenrisiko für die Stromversorgung und führt zu einer vergrösserten Auslandabhängigkeit und zu mehr Importen. Nils Epprecht, Projektleiter Strom & Atom resümiert: «Wir können den Ersatz des Atomstroms nicht einfach dem Zufall überlassen. Versorgungssicherheit braucht einen Plan.»

Herausforderungen der Atomausstiegsinitiative vergleichsweise klein

Die Atomausstiegsinitiative fordert das Abschalten von Beznau I und II sowie Mühleberg per Ende 2017 (1133 Megawatt). Das Eineinhalbfache fällt nun bereits diesen Winter weg (Leibstadt+Beznau I 1650MW). Mit dem für die Versorgung wichtigen Unterschied, dass mit der Initiative der Ersatz geplant werden kann und nicht von heute auf morgen neue Tatsachen geschaffen werden.

Ohne Plan zum Atomausstieg bleibt der Ersatz auf der Strecke

Die Schweiz hat es bisher verpasst, beim Ausbau der neuen erneuerbaren Energien vorwärts zu machen und bleibt europäisches Schlusslicht. Mit sich häufenden Ausfällen alternder AKW droht sich dies nun zu rächen. Doch den Zubau-Willigen bleiben die Förderinstrumente blockiert und die Investitionssicherheit weiterhin verwehrt, solange unklar bleibt, wann welche Kapazitäten der Grosskraftwerke vom Netz gehen.

 

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Projektleiter Strom & Atom

Tel. 044 275 21 25
Mail: nils.epprecht@energiestiftung.ch
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Ja zum geordneten Atomausstieg!

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